Am Foto das LEC Team bei der Preisverleihung (v.l.n.r.): Markus Roßmann, Eduard Schneßl, Maximilian Malin, Dieter Barnstedt, Andreas Wimmer vom Large Engines Competence Center an der TU Graz mit Rubrikpate Christian Purrer (Energie Steiermark) © Johannes Gellner

Das Land Steiermark und die Energie Steiermark zeichneten am 5. Juni 2024 in der Aula der alten Universität zum 21. Mal steirische Leuchtturmprojekte im Bereich Energie, Umwelt und Klima aus. In feierlichem Rahmen wurden insgesamt 18 nominierten Projekte in den Rubriken Anwendung, Forschung, Kommunen, Jugend und Bildung, Mobilität sowie zum Fokusthema Newcomer vorgestellt.

„Damit uns die Energiewende gelingt, müssen wir große Herausforderungen bewältigen. Viele haben wir bereits gemeistert, andere stehen uns aber noch bevor, und für einige müssen wir erst Lösungen finden. Daher brauchen wir immer wieder neue Denkansätze, die uns erst der stete Fortschritt und die Forschung ermöglichen. Noch vor zehn Jahren war es schwer vorstellbar, dass wir in der Steiermark die Energiegewinnung aus Photovoltaik so rasch ausbauen können, wie es nun erfolgt. Um solch bedeutende Schritte auch weiterhin rasch machen zu können, braucht es Innovationsgeist – genau diesen fördern wir mit dem Energy Globe. Und Jahr für Jahr zeigt sich: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehören zu den klügsten Köpfen und begleiten unser Land in eine gute Zukunft“, betonte Landesrätin Ursula Lackner, die allen Preisträgerinnen und Preisträgern für ihr Engagement dankte.

Das LEC – Large Engines Competence Center überzeugte die Jury in der Rubrik Forschung für die experimentelle Untersuchung von geeigneten Konzepten für großvolumige Motoren auf Basis von grünem Ammoniak. Grüner Ammoniak gilt als aussichtsreiche Alternative für den Transport von grüner Energie, für die Speicherung von Überschusselektrizität sowie als Kraftstoff für Schiffs- und Lokomotivantriebe und könnte damit ein Schlüssel der Energiewende sein. Das LEC hat dieses Potenzial frühzeitig erkannt und nach umfangreichen Vorarbeiten als erster Forschungsstandort in Europa eine Ammoniakforschungsinfrastruktur aufgebaut. Trotz der herausfordernden Verbrennungseigenschaften von Ammoniak konnten im Rahmen des Forschungsprogramms COMET sowie in Kooperationsprojekten mit INNIO Jenbacher signifikante Fortschritte erzielt werden, die das immense Potenzial von Ammoniak bestätigen. Die geplante Inbetriebnahme eines ersten Ammoniak-Vollmotors im Jahr 2025 leistet wichtige Pionierarbeit in der Nutzung von E-Fuels für klimaneutrale Großmotoranwendungen.

 

Videos zu den 3 Finalisten in der Kategorie Forschung (c) Energie Agentur Steiermark, 2024

Zur umfassenden Nachlese und gesamten Pressemappe der Veranstaltung geht es hier:

https://www.technik.steiermark.at/cms/beitrag/12948161/58813567/

Pressemappe Energy Globe Styria Award 2024